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100 Jahre TURNVEREIN Dietenhofen 1909 - 2009

1909
Am 09. März 1909 kam es in der Gastwirtschaft zum Goldenen Hirschen zur Gründung des Turnvereins Dietenhofen. Nach dem vorliegenden Mitgliederverzeichnis waren es insgesamt 86 Personen (männlich), die ihren Beitritt zu diesem Zeitpunkt erklärten. Die Sport-Begeisterung kam aus einer breiten Bevölkerungsschicht, angefangen von 40 Handwerksmeistern- und Gehilfen, 16 Gutsbesitzern(Bauern), 6 Kaufleuten, 6 Gastwirten, bis hin zu 3 Fabrikbesitzern und 3 Postbediensteten. Auch der damalige Bürgermeister Georg Störzenhofecker gehörte zu diesem Kreis. Ein Gründungsprotokoll ist leider nicht vorhanden.

In der 1. Hauptversammlung am 16. März 1909 wurde, wie aus den vorliegendem Protokollbuch hervorgeht, eine Vorstandschaft (Turnrat) gewählt und zwar in folgender Zusammensetzung:

1.Vorsitzender:    Georg Enser    Zeugwart:    Ferdinand Fleischmann
Turnwart:     Johann Lindner    Säckelwart:    Leonhard Endreß
Schriftwart:    Michael Meyer    Turnräte:    Markus Meyer, Hans Kuß, Leonhard Söhlmann
Der Entwurf einer Vereinsatzung wurde einstimmig angenommen.
Der Vereinsbeitrag wurde auf jährlich 2,40 Mark festgelegt.

Im Mittelpunkt der sportlichen Betätigungen stand das Turnen. Daneben standen auch Faustball und einige Leichtathletik-Disziplinen auf dem Plan. Nachdem die Anmeldung zur Deutschen Turnerschaft erfolgte, konnte bereits am 18. März 1909 mit den Übungsstunden begonnen werden. Als Turnplatz diente eine kleine Wiese am Oberschlauersbacher Weg, die von der Gemeinde unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde. Zahlreiche Sportgeräte mussten neu beschafft werden, die Kosten wurden durch Ausgaben von Anteilscheinen zu 2,-- Mark vorfinanziert, um das Vorhaben etwas zu beschleunigen. Die Rückzahlung erfolgte später zinslos. Zur Aufbewahrung der Geräte am Turnplatz errichtete man eine Butterhütte.

Zum Vereinslokal wurde die Gastwirtschaft zum Goldenen Hirschen von Familie Stürzenhofecker (Graf) bestimmt. In dem dort vorhandenen Saal konnten allwöchentlich, vor allem im Winterhalbjahr, die Turnstunden abgehalten werden.

Bereits vor Gründung des Turnvereins 1909 gab es übrigens in Dietenhofen um die Jahrhundertwende einen Radfahrverein, der seinen Sitz in der  Gastwirtschaft Lutz(Schweigert) hatte. Auf dem Programm standen gemeinsame Ausfahrten an Sonntagen sowie eine jährliche große Fuchs-bzw.-Schnitzeljagd. Leider gibt es keine näheren Angaben hierüber.

1911
Unser 1. Vorsitzender Georg Enser verstarb überraschend am 03. Okt 1911. Bis zur nächsten Wahl wurde Georg Henninger mit der Aufgabe kommissarisch betraut.

1912
Neuer 1. Vorsitzender wurde Georg Sauter ab Januar 1912.
Erstmalig veranstaltete der Verein im Februar des Jahres einen Fastnachtsball mit zahlreichen Maskierungen und Einlagen. Die Musik zum Ball übernahm Kans Köninger (7Mann) zum Preis von 35,-- Mark. Eintritt für Masken kostete 0,20 Mark.
Am 19. März 1912 wurde innerhalb des Vereins auf Iniation von Georg Sauter eine eigene Sänger-Riege gegründet mit ca. 20 Aktiven. Die Direktion übernahm vorerst unentgeltlich Hans Köninger. Die Proben fanden im Vereinlokal Stürzenhofecker statt, die Gruppe war sehr aktiv und häufig bei Sängerfeste auswärtiger Vereine zu finden.

1914 – 1918
Im laufe des 1. Weltkrieges von 1914 – 1918 kam der gesamte Turnbetrieb zum Erliegen, da zu wenig Übungsleiter und aktive Turner zur Verfügung standen. Die Protokolle aus dieser zeit fallen leider sehr spärlich aus. 10 jüngere Vereinsmitglieder sind an der Front in Frankreich gefallen.
Es handelt sich um folgende Namen:
Christgau, Hans        Emmert, Hans            Enser, Leonhard
Henninger, Ernst        Nun, Ernst            Preiß Leonhard
Rauscher, Konrad        Seeger, Hans            Söhlmann, Lorenz    
Wimmer, Leonhard

1919 – 1920
Nach Kriegsende kam das Vereinleben so langsam wieder in Bewegung. Die Mitgliederzahl stieg auf 91.
Der Kassenbestand wurde zu Beginn des Jahres mit spärlichen 30,70 Mark ausgewiesen.
Auf Grund von Unstimmigkeiten in der Vorstandschaft trat der langjährige 1. Vorsitzende Georg Sauter, Ende 1919 zurück. Als Folge dessen löste sich, die seit 1912 bestehende, Sängerriege auf.
Zum neuen Vorsitzenden wurde im November 1919 Georg Croner gewählt. In der Generalversammlung vom 228.10.1920 wurde eine Erhöhung der Vereinsbeiträge, wirksam am Januar 1921 beschlossen.
Der Jahresbeitrag wurde für aktive Mitglieder auf 6,-, für passive Mitglieder auf 15,-  Mark erhöht. Außerdem wurde eine Aufnahmegebühr von 2-, Mark für Aktive und 15,- Mark für Passive festgelegt.

1921
Mit der Wahl von Georg Latteyer zum 1. Vorsitzenden am 28.11.1920 wurden die sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten neu belebt. Auch die Mitgliederzahl erhöhte sich auf 122.  Die Turnabteilung schloss sich dem Kreis Regnitzgau Fürth an. Dementsprechend wurden auch Wettkämpfe mit Vereinen aus dieser Umgebung ausgetragen und zahlreiche Sportfeste besucht. Bemühungen des Vereins um ein geeignetes Gelände zur Errichtung eines größeren Turn- und Spielplatzes hatten
Erfolg. Die Gemeinde stellte ein Grundstück an der Moosmühle (Kuhwasen) zur Verfügung. Wegen des Platzbaues wurde die Eintragung des Vereins beim Registergericht in Markt Erlbach beantragt.
1922
Der notwendige Ausbau des neuen Turnplatzes schritt gut voran. Dazu waren zahlreiche freiwillige Arbeitsstunden und Spenden notwendig. Die Regierung gab einen Zuschuss von 300,-- Mark.
Zur Unterbringung der Turngeräte auf dem neuen Platz wurde die vorhandene
Abstellhütte vom Oberschlauersbacher Weg umgesetzt.

1923
Wegen besonderer Leistungen als Förderer des Vereins wurden die beiden Mitglieder Hans und Paul Ströbel mit Beschluss der Hauptversammlung vom 08. Dez. 1923 zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Anlässlich des Deutschen Turnfestes in München kaufte Hans Ströbel den Stoff zu unserer heutigen Vereinsfahne, wie hoch die Kosten dafür waren, ist nicht bekannt. Es herrschte Inflation im Lande, der Wertverlust der Mark stieg in schwindelerregende Höhen innerhalb des Jahres, ja sogar innerhalb von Stunden. Das konnten die Teilnehmer unseres Vereins am Deutschen Turnfest in München erleben. Während ihres Besuches in einem Festzelt sollte der Bierpreis erhöht werden, es kam jedoch zu einem Streik aller Gäste und damit konnten sie ihre Maß Bier dann letztlich zum alten Preis genießen. Ein Kuriosum am Rande: Der Mitgliedsbeitrag stieg im Inflationsjahr 1923 auf 600 Milliarden an. Der ausgewiesene Kassenbestand unseres Vereins zum Jahresende ergab den Betrag von 56 Billionen, 200 Milliarden, 99.900,90 Mark.

1924
Mit großen Feierlichkeiten ( Festabend, Festzug und Festball) wurde die Fahnenweihe abgehalten.
Unser seit 1909 tätiger Turnwart Hans Lindner ist leider im Laufe des Jahres verzogen und aus dem Verein ausgeschieden.
Auf Grund seines erfolgreichen Wirkens wurde er zum Ehren-Turnwart ernannt.
Alljährlicher gesellschaftlicher Höhepunkt des Vereinslebens wurde in den zwanziger Jahren unter der Regie von 1. Vorsitzenden Georg Latteyer der Turnerball im Fasching. Ein ausgewähltes Tanzprogramm wurde begleitet von Vorführungen der Turner und einem abschließendem Theaterstück, das eigens dazu einstudiert wurde.
Auch die übrigen Ortsvereine nahmen regen Anteil an dieser Veranstaltung. Von Seiten des Vorsitzenden wurden keine Kosten und Mühen gescheut, das Ereignis stets zu einem vollen Erfolg zu führen.

1925 – 1926
Nachlassendes Interesse am aktiven Turnbetrieb bei den Männern. Erfreulich die
aktive Jugendarbeit. Erstmalig wurde an den „Reichs“-Jugendwettkämpfen, die für den Sportkreis 1926 in Ammerndorf stattfanden, mit Erfolg teilgenommen.

1927
Wiedergründung einer Sängerabteilung innerhalb des Vereins mit 20 Aktiven. Anmeldung erfolgte bei der neugegründeten Gesamt-Sängerabteilung des Bayerischen Turnerbundes. Die Leitung übernahm Hauptlehrer Schnell. Die Reichsjugendwettkämpfe des Kreises wurden im August 1927 in Dietenhofen abgehalten. Mitgliederzahl zum Jahresende = 106, davon 9 Jugendliche und 52 Kinder ( 29 Knaben, 23 Mädchen).

1928 – 1930
Die Aktivitäten auf sportlichem Gebiet im Verein ließen in diesen Zeiträumen stark nach, nicht zuletzt aus parteipolitischen Gründen. Die Mitgliederzahl ging auf 73
zurück.
Der langjährige 1. Vorsitzende Georg Latteyer trat Ende 1930 aus persönlichen Gründen nicht wieder zur Wahl an. Nachfolger wurde Martin Renz.


1933
Wegen des immer stärker werdenden Machteinflusses der Nationalsozialisten im Bereich des Sportes konnte auch der Sportbetrieb bei uns im Verein nicht mehr in gewohnter Weise durchgeführt werden, da vor allem die Aktiven fast vollständig in die Parteiorganisation SA übertraten.

Bei der Generalversammlung Ende des Jahres wurde die Funktion des Turnwartes dem einheimischen SA - Führer Köstner als neuen Technischen Leiter übertragen. Für den Posten des bisherigen 1. Vorsitzenden Martin Renz wurde ein sogenannter „Führer“ als Ersatz gesucht. Nachdem sich keiner der Anwesenden zur Verfügung stellen wollte, wurde das Vereinsmitglied Hans Sulzer von der Versammlung dazu bestimmt und einstimmig bestätigt.

1934   
Mitte des Jahres 1934 war es dann soweit, dass der gesamte sportliche und gesellschaftliche Betrieb eingestellt und vollständig in die SA (Sturmabteilung) und Hitlerjugend einverleibt wurde. Letzter Mitgliederstand Anfang Juli = 66 Personen, davon 16 Aktive. Ein Abschluss-Protokoll zu diesem Geschehnis liegt leider nicht vor, vermutlich fühlte sich keiner mehr verantwortlich dafür. Im Kassenbuch ergab sich zum Schluss ein Minusbestand von 6,48 M.
Die weitere Nutzung des Sportplatzes und der vorhandenen Sportgeräte erfolgte durch die Schule und die Hitlerjugend.

1947   
Nach Beendigung des 2. Weltkrieges im Mai 1945 war zunächst von Seiten der amerikanischen Besatzungsmacht jeglicher Vereinsbetrieb verboten. Im Zusammenhang mit den Folgeerscheinungen des Krieges fanden viele Heimatvertriebene, Evakuierte und Flüchtlinge, besonders in den Jahren 1945/46, auch in Dietenhofen und Umgebung eine zweite Heimat. Darunter waren viele junge sportbegeisterte Leute, die nach einer entsprechenden Betätigung suchten. So kam es bereits in dieser Zeit schon in loser Form zu zahlreichen Fußball-Begegnungen mit den Nachbarorten.

Am 19. März 1947 war es dann soweit, dass ein Wiederaufleben des Turnvereins Dietenhofen in der Gastwirtschaft Graf beschlossen werden konnte. Insgesamt 40 junge Sportbegeisterte (männlich und weiblich) bekundeten anlässlich einer Gründungs-Versammlung ihr Interesse an dem neuen (alten) Verein.

 Eine Neuwahl der Vorstandschaft brachte folgendes Ergebnis:
1. Vorsitzender    Stefan Klotz    Turn-/Sportwart    Fritz Luckhardt
Kassierer    Ernst Seegruber    Gerätewart    Fritz Emmert
Schriftführer    Hans Lamprecht

Vom Vermögen des Vereins vor dem Kriege waren nur noch einige Turngeräte vorhanden. Es musste praktisch aus dem Nichts heraus begonnen werden. Auf dem Sportplan standen anfangs Gymnastik, Geräte- und Bodenturnen, Ballspiele und Laufübungen.
Zum Vereinslokal wurde das Gasthaus  “Zur Krone“ von Familie Störzenhofecker (Link) ausgewählt, weil hier ein großer Saal für Training und Veranstaltungen zur Verfügung stand. Als Trainingsplatz im Freien diente der alte Turnplatz an der Moosmühle. Für Fußballbegeisterte stand das Gelände vom Schafwasen an der Ansbacherstraße (gegenüber dem heutigen Sportzentrum) zur Verfügung. Hier befand sich während der NS -Zeit der Übungsplatz für die SA und Hitlerjugend.
Der Platz war zwar schmal und uneben (auch mit Panzerspuren durchsetzt), doch konnte er ohne große Umbauarbeiten kurzfristig zum Fußballspielen benutzt werden. Umkleide- und Waschmöglichkeiten gab es zunächst nicht vor Ort.
Am 22. August 1947 wurde dem Verein vom Landratsamt Neustadt/Aisch die offizielle „Lizenzurkunde“ erteilt, die den Vorschriften der Militärregierung entsprach ( Vorstand musste entnazifiziert sein ).
Im Laufe des Jahres 1947 wurde eine Laienspielgruppe im Verein gegründet unter Leitung von Albert Ackermann. Fast ein Jahrzehnt lang trug diese Gruppe zum gesellschaftlichen Leben durch ihre Auftritte, auch in verschiedenen Nachbarorten, mit bei.
1948   
Anfang Januar kam 1. Vorstand Stefan Klotz bei einem Verkehrsunfall in Nürnberg ums Leben, sodass Günter Scholz kommissarisch die Vereinsleitung übernehmen musste.
Der Aufbau der Fußball-Abteilung machte weitere Fortschritte. Es gelang 2 Herrenmannschaften zu bilden, die erstmals in der Saison 1948/49 am Punktspielbetrieb im Kreis Neustadt teil nahmen. Auch eine Schülermannschaft wurde neu gegründet.

Die Leitung der Fußballer übernahm zunächst Walter Semsch, der zusammen mit seinem Bruder Emil, Fritz Loscher, Hans Schweizer und Hermann Guppenberger zu den Männern der ersten Stunde zählte.

1949   
Auf Anregung von Egon Sommer wurde eine Tischtennis-Abteilung gegründet. Für Training und Spiele stand der Saal Störzenhofecker zur Verfügung. Auch die Übungsstunden für Turnen fanden in diesem Saale statt (Leitung Berthold Schuller).
Erfreulicherweise konnte im Lauf des Jahres eine Fußball-Jugendmannschaft zum Spielbetrieb gemeldet werden.

1950   
Der Mitgliederstand im Verein erhöhte sich auf 195, davon 65 Jugendliche.
Nach mehrmaligem Vorstandswechsel seit 1947 übernahm Georg Latteyer, bereits von 1921-1930 in dieser Funktion aktiv, erneut den Posten des 1. Vorsitzenden.

1951   
Mit einem Kostenaufwand von DM 4.500,- konnte der Verein am Sportplatz endlich eine Holzbaracke als Umkleidemöglichkeit für die Fußballer errichten. Dazu erhielt man einen Toto-Zuschuß von DM 1.000,- Leider gab es allerdings weiterhin weder Licht noch Heizung und Wasser. Die nächste Waschgelegenheit befand sich im Vereinslokal in der Ortsmitte oder an der naheliegenden Lautenbrunnen-Quelle. Daher reifte in dieser Zeit schon der Plan zum Bau eines neuen Sportplatzes, möglichst in Ortsnähe. Angeboten hat sich das Gelände am alten Turnplatz an der Moosmühle, allerdings standen hier Schwierigkeiten wegen großer Erdbewegungen und wegen Abholzung eines Jungwaldes im Raum.
Neu aufgenommen im Saal Störzenhofecker wurde das Kinder-Turnen unter Leitung von Frau Gerhäußer und Frau Semsch. Für Männer-Turner stand weiterhin Berthold Schuller zur Verfügung.

1952   
Auf Beschluss der Hauptversammlung vom 29.12.1952 wurden folgende Gründungsmitglieder des Vereins aus dem Jahre 1909 zu Ehrenmitgliedern ernannt:

Nun Konrad   •   Oberländer Karl   •   Endreß Leonh.   •   Preiß Johann             Croner Georg   •   Pfeifer Konrad    •    Hammerbacher Georg       •   Renz Martin         Keim Georg   •   Schuler Johann   •   Latteyer Georg   •   Störzenhofecker M.         Meyer Michael   •   Strickstrock Gg.   •   Völkel Jakob.   

1953   
Herausragendes sportliches Ereignis   im Sommer war das Bezirks-Turnfest in Ammerndorf, bei dem der TV mit 23 Wettkampf-Teilnehmern und zahlreichem
Anhang sehr erfolgreich abschnitt.

1954   
Nach vielen Bemühungen um ein geeignetes Grundstück für den Bau eines neuen Sportplatzes entschied man sich in der Gemeinde letztlich doch für das Gelände an der Moosmühle, obwohl große Schwierigkeiten für die Einebnung bevorstanden.
Dank der guten Verbindungen zu den Behörden und der intensiven Bemühungen unseres Sportplatz-Ausschusses, vor allem von Georg Dietrich, gelang es, eine amerikanische Pioniereinheit aus Fürth für die gewaltigen Erdarbeiten (ca. 35.000 cbm) im Herbst 1954 zu gewinnen. Der 1. Bauabschnitt mit der Grobplanierung konnte bis Jahresende abgeschlossen werden. Kosten entstanden dem Verein nur in Form von Unterkunft und Verpflegung für die beiden US-Soldaten.
Nach Beendigung der Erdarbeiten gab der Verein im Saal Schweigert eine kleine Abschlussfeier für zahlreiche deutsche und amerikanische Gäste, u.a. Regierungspräsident Dr.Schregle, Landrat Eilers /Neustadt, Oberst Kirby /Kommandeur des US-Militärbereiches Mittelfranken, Major Scully /Einheitsführer der Pioniereinheit sowie die beiden Soldaten Jonny und Roy.Eine gelungene Veranstaltung, die stets in Erinnerung bleiben sollte.

Erstmals fanden im Lauf des Jahres deutsch-deutsche Freundschaftsbegegnungen im Fußball und Tischtennis zwischen der BSG Chemie Orlatal/Thüringen (DDR) und unseren 1. Mannschaften in Dietenhofen statt. Unsere Fußballer konnten sogar damals einen Gegenbesuch in die DDR starten, von dem manche heute noch schwärmen, dann wurde leider für viele Jahre der Eiserne Vorhang der Grund für die Unterbrechung des Sportverkehrs.

Die Abteilung Tischtennis, die in den letzten Jahren etwas stagnierte, erlebte durch die Übernahme des Abteilungsleiterpostens von Albert Ackermann einen beachtlichen Aufschwung. Sowohl sportlich als auch gesellschaftlich rührte sich etwas. Training und Spiele wurden in den Saal Graf verlegt. Der Tischtennisball am Rosenmontag im Saale Graf wurde zu einem festen Begriff beim alljährlichen Faschingstreiben und garantierte ein volles Haus.

Am Bezirksturnfest in Feucht im Juli 54 nahmen letztmalig 15 Aktive unserer Turnabteilung sehr erfolgreich teil. Leider löste sich die Männerriege im Laufe des Jahres auf.

Zusammen mit Sportfreunden vom TSV Bechhofen nahmen unsere Mitglieder Ludwig Ammon, Georg Ammon, Georg Graf und Albert Pfeifer Ende Juli bis Anfang August an einer Turnfahrt zu den Weltmeisterschaften für Kunstgeräte-Turnen nach Rom/Italien teil. Der Fahrpreis pro Person mit einem Sonderzug belief sich damals auf DM 40,60 ab München. Auch die Unterkunft in einer Klosterschule (Nähe Kolosseum) war äußerst günstig. Rundum ein tolles Erlebnis für alle Teilnehmer.

1955   
Georg Dietrich, im Sportplatz-Ausschuss bereits sehr aktiv tätig, übernahm am 02.01.1955 den Vorsitz im Verein und löste damit den langjährigen Vorstand Georg Latteyer ab. Wegen seiner großen Verdienste um den Verein wurde er zum Ehrenvorstand ernannt.
Die noch ausstehenden Planierungsarbeiten am Sportplatzgelände wurden mit Hilfe einer Privatfirma und nochmals der Amerikaner zum Abschluss gebracht.
Vom Fußballtoto erhielt der Verein einen Zuschuss für die Bauarbeiten in Höhe von DM 5.000,-, dazu kamen weitere DM 1.900,- von öffentlichen Stellen.

1956   
Ab der Spielsaison 56/57 wurde unsere Fußball-Abteilung auf Antrag dem Spielkreis Nürnberg/Fürth angegliedert. Maßgeblich dafür waren die besseren Verkehrsver-bindungen.

1957   
Gründung einer Damen-Handballmannschaft unter Leitung von Robert Scholz.

1958   
Der Turnbetrieb im Verein kam vollkommen zum Erliegen. Gründe dafür waren fehlende Übungsmöglichkeiten und mangelndes Interesse.
In den letzten beiden Jahren erfolgte der weitere Ausbau des Sportplatzes mit Entwässerung, Humusierung und Ansaat, zumeist in Eigenleistung. Außerdem wurden an
2 Seiten des Platzes Pappeln angepflanzt und ein Schutzzaun errichtet. Als Umkleideraum wurde die Holzbaracke vom alten Platz umgesetzt. Fliesendes Wasser gab es leider nur aus einer Quelle am Waldrand, die gefasst und in ein offenes Becken geleitet wurde. Für die Aktiven gab es also nur Kaltwasser, Sommer wie Winter, zum Waschen. Man sollte sich das manchmal vor Augen halten, wenn man die heutigen Verhältnisse betrachtet. Es gab in dieser Zeit meist nichts besseres, wer konnte sich schon ein Sportheim leisten? Gar mancher würde das in der Zwischenzeit Geschaffene viel mehr wertschätzen.
Große Verdienste um die Fertigstellung des Platzes erwarben sich während der Bauzeit unsere beiden Vorstände Georg Dietrich und Max Kernstock. Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf DM 250.000, wobei allerdings die Sachleistungen der US-Armee mit ca.200.000 DM zu rechnen sind. Die Zuschüsse insgesamt hierzu beliefen sich auf DM 6.900,- . Der Rest waren Eigenleistungen.

1959   
Am 13./14. Juni ´59 feierte der Verein sein 50-jähriges Jubiläum in großem Rahmen mit Festkommers, Festzug und Festball. Gleichzeitig fand in diesem Zusammenhang die Einweihung des neuen Sportplatzes an der Moosmühle nach fast 5-jähriger Bauzeit statt. Das Einweihungsspiel wurde gegen den TSV 61 Zirndorf ausgetragen.

Die Mitgliederzahl Ende 1959 betrug 192. Gegenüber dem Beginn des Jahrzehnts gab es  kaum eine Veränderung, was nicht zuletzt auf die fehlende Breite im Sportangebot zurückzuführen war.

1961   
Im Laufe des Jahres 61 wurde eine Beleuchtungsanlage am Sportplatz errichtet.

1962   
Die seit 1957 bestehende Damen - Handballmannschaft musste wegen Spielerinnen-Mangels aufgelöst werden.
Kartengrüße aus Chile erreichten die Tischtennisfreunde mit Albert Ackermann von dem Fürther Nationalspieler Herbert Erhardt anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 1962 (mit Original-Unterschriften der einzelnen Spieler und National-Trainer Sepp Herberger).

1964   
Auf Initiative der Vorstände Georg Dietrich und Hermann Ortegel wurde der Bau eines Sportheimes an der Nordseite des Sportplatz-Geländes kurzfristig ins Spiel gebracht. In einer außerordentlichen Mitglieder-Versammlung am 29.2.64 wurden bereits konkrete Pläne vorgelegt und mit großer Mehrheit verabschiedet.
Da die Eigenmittel sehr gering waren, rechnete man mit größeren Zuschüssen und Fremddarlehen. Der Rest sollte durch Eigenleistung erbracht werden; Am 1.Mai 1964 begann bereits der Grundaushub. Mit einer unwahrscheinlichen Energieleistung gelang es den Bau innerhalb von 8 Monaten zu errichten. 8.000 freiwillige Arbeitsstunden sind in dieser Zeit von Mitgliedern und Freunden geleistet worden. An der Spitze lagen Fritz Huber mit 774 Stunden, Georg Dietrich mit 738 Stunden, Walter Baierl mit 425 Stunden, Johann Rauscher mit 407 Stunden und Günter Sowarsch mit 324 Stunden. Insgesamt waren es 80 Helfer, die mehr oder weniger Stunden kostenlos erbracht haben. Nahezu alle handwerklichen Arbeiten wurden selbst erledigt.

1965
Bereits am 6. Januar konnte der Verein seine Hauptversammlung erstmalig im eigenen Hause abhalten. Die offiziellen Einweihungs-Feierlichkeiten folgten wenige Wochen später.
Als Pächter-Ehepaar für die Vereins-Gaststätte konnten Alfred und Margarete Ammon gewonnen werden. Mit der Patrizier Bräu AG Nürnberg wurde ein langfristiger Liefervertrag abgeschlossen.
Die Gesamtkosten für den Bau beliefen sich auf insgesamt DM 110.415,00. Davon Fremdleistungen DM 78.415,00 und Eigenleistungen DM 32.000,00. Die Finanzierung wurde gewährleistet durch Zuschüsse von BLSV etc. DM 31.800,00 Darlehen (Brauerei + Bank) DM 31.000,00 und Spenden DM 16.525,00.
Wegen dieser beachtlichen Anstrengungen traten natürlich die sportlichen Belange des Vereins in letzter Zeit etwas in den Hintergrund.

1966
Zur Schaffung von Spielmöglichkeiten für die älteren Aktiven wurde eine Altherren-Mannschaft (AH) unter Leitung von Fritz Huber gegründet.

1968
Zu Jahresbeginn übernahm Walter Fuhrmann den Posten des 1. Vorsitzenden von Georg Dietrich.
Verstorben ist am 25.12.68 im Alter von 77 Jahren unser Ehren-Vorsitzender Georg  Latteyer. Er war von 1921 - 1930 und von 1950 - 1954 (insgesamt 15 Jahre ) 1. Vorsitzender und er hat sich in dieser Zeit, sowohl nach dem 1. Weltkrieg als nach dem 2. Weltkrieg, große Verdienste um den jeweiligen Wiederaufbau unseres Vereins erworben.

1969
Erste Freundschaftsbegegnung im Fußball mit den Sportfreunden vom SC Grafenwörth/Niederösterreich anlässlich des Besuches zu einem Länderspiel Deutschland/Östereich in Nürnberg am 10.

1971
Sportliche Begegnungsreise unserer Fußball-Abteilung nach Prag /CSR mit 41 Personen vom 30.7.-2.8. Es war ein ganz besonderes Erlebnis für alle Teilnehmer, gab es ja noch den “Eisernen Vorhang“ an den Grenzen zum Osten. Es kam auch zu einem Fußballspiel unserer 1. Mannschaft mit einer Betriebsmannschaft vom Tschechischen Film.


1972
Erneut gab es einen Wechsel in der Vereinsführung, Max Vornehmen löste W. Fuhrmann als 1. Vorsitzenden ab.
Der langjährige 1. Vorsitzende Georg Dietrich schied am 6.1.72 auf eigenen Wunsch wegen beruflicher Überlastung als Bürgermeister von der Vorstandschaft aus. Er war bis dahin 15 Jahre lang als Vorstand und 2 Jahre als Beisitzer tätig. Auf Grund seiner großen Verdienste, vor allem für den Sportplatz- u. Sportheimbau, wurde er auf Beschluss der Mitglieder Versammlung vom 6.1.72 zum Ehrenvorstand ernannt.

Als neues aktuelles Problem im Verein erwies sich die Notwendigkeit zur Schaffung eines 2. Spielfeldes, nachdem der bisherige Platz durch den starken Trainings- und Spielbetrieb sehr in Mitleidenschaft gezogen worden war und nicht mehr ausreichte.

1973
Wegen eines geeigneten Geländes für eine Sportplatz-Erweiterung wurden Verhandlungen mit der Gemeinde aufgenommen. Zahlreiche Vorschläge wurden eingebracht, u.a. erwog man sogar die Errichtung eines neuen Sportzentrums an der Volksschule.

Schließlich entschied man sich doch für das Gelände östlich des bisherigen Hauptplatzes, das von der Gemeinde in Erbpacht zur Verfügung gestellt wurde. Da es sich vorwiegend um ein Waldstück handelte, mussten vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten zunächst viele freiwillige Arbeitsstunden für das Abholzen der benötigten
Fläche aufgewendet werden. Wie bereits beim Platzbau Mitte der fünfziger Jahre, mussten abermals große Erdbewegungen durchgeführt werden. Wiederum  waren es die amerikanischen Pioniere aus Fürth mit ihren Spezialfahrzeugen, die uns wertvolle Hilfe leisteten. Die Grobplanierung wurde im Lauf des Jahres 1973 fertiggestellt.

1974
Mitte des Jahres wurde auf Betreiben zahlreicher Sport- und vor allem Fußballbegeisterter Frauen und Mädchen eine Damen-Fußballmannschaft gegründet. 26 junge Damen fanden sich zum Training. Die Trainingsleitung wurde von Rudi Loscher und Bernhard Leßmann gemeinsam übernommen. Zur Vertreterin der Mannschaft in der Vorstandschaft wurde Rosemarie Leiber bestimmt.
Von großer Bedeutung für Dietenhofen und auch für den Sportbetrieb im Verein war die Fertigstellung der Schulturnhalle. Zunächst einmal profitierten unsere Tischtennis-Spieler davon.
Der gesamte Trainings- und Spielbetrieb wurde dorthin verlagert. Ab 1970 stand zwischenzeitlich die Pausenhalle in dem Schulgebäude den Tischtennis-Sportlern zur Verfügung. Der Mitgliederstand erhöhte sich bis zum Jahresende auf 321, davon
71 Jugendliche.

1975
Nach Fertigstellung der neuen Schulturnhalle hatte man nun die Möglichkeit, auch Hallenhandball zu spielen. Feldhandball, so wie er auch bei uns im Verein zwischen 1957 und 1962 noch gespielt wurde, gab es nicht mehr. So gründete Ernst Zeller als Leiter mit einer Gruppe von 11 interessierten Anhängern eine neue Handball-Abteilung. Mit einer Männermannschaft wurde in der neuen Saison bereits an der Punktrunde im Spielkreis Mittelfranken West teilgenommen.
Eine 6-tägige Vereinsreise im Sommer führte nach Budapest/Ungarn und brachte allen Teilnehmern viel Spaß und neue Eindrücke.

1976
Nach fast 12 Jahren vorbildlicher Sportheim-Bewirtschaftung durch die Familie Alfred u. Margarete Ammon gab es den ersten Pächterwechsel. Neu hinzu kam die Familie Friedrich und Annemarie Gruber.

Neuer 1. Vorsitzender wurde zu Jahresbeginn Ludwig Ammon, der seinen Vorgänger Max Vornehm (72-75) ablöste.

Eine 3-Tagesfahrt nach Prag/CSR, ausgehend von der AH-Fußball-Mannschaft, wurde zu einem Glanzpunkt im Sommer. Es kam dabei auch zu einer Freundschafts-Begegnung mit einer Mannschaft von Spartak Karlin. Das anschließende gemeinsame Treffen mit den Gastgebern war schon was ganz Besonderes für die damalige politische Lage.
Beim Bau des 2. Sportplatzes war seit 1973 etwas Stillstand eingetreten, weil sich das teils aufgeschüttete Erdreich erst etwas setzen musste. Erst Mitte 1976 wurden die Arbeiten fortgesetzt. Nochmals mussten die Amerikaner mit ihren Geräten zur Feinplanierung anrücken.

1977
Auf dem Platz wurden die ganzen Entwässerungsarbeiten durchgeführt und das Spielfeld mit einer Schotterschicht überzogen. Für die Drainagen konnte alter Bahnschotter vom ehemaligen Bahnhof Münchzell verwendet werden, für den Transport hierher sorgten ebenfalls die Amerikaner mit ihren Spezial-Fahrzeugen. Als Oberdecke auf den Platz wurde ein Humus/Sand-Gemisch aufgetragen

1978
Rechtzeitig zur Fertigstellung wurde auf dem Platz eine Flutlicht-Beleuchtung angebracht und an 3 Seiten ein 4 - 6 Meter hoher Schutzzaun errichtet.

1979
Endlich war es im Frühjahr so weit, dass das neugeschaffene 2. Spielfeld (Größe 90 x 60 m) fertiggestellt und für die Nutzung freigegeben werden konnte.

Wiederaufnahme des Spielverkehrs nach 10 Jahren Pause mit den Sportfreunden vom SC Grafenwörth/Österreich. Viele persönliche Kontakte, die 1969 entstanden, wurden in dieser Zeit trotzdem gepflegt. Im Juli 79 kam also wieder ein großer Besuch in Grafenwörth mit einem Spiel der 1. Mannschaft zu Stande. Viel wichtiger war der gesellschaftliche Teil mit verschiedenen Heurigen-Abenden. Unsere Gastgeber jedenfalls gaben sich die größten Mühen. In Zukunft sollte diese entstandene Freundschaft beider Vereine intensiviert werden.

1980   
Nachdem ein Ausweichplatz geschaffen war, konnte an die Sanierung des in sehr schlechtem Zustand befindlichen Hauptplatzes gegangen werden. Dies geschah durch eine Vergrößerung des Spielfeldes auf 105 x 61m, Einbau einer aufwendigen Drainage, Einbau einer automatischen Beregnungsanlage sowie durch das Aufbringen einer Rasentragschicht mit Ansaat. Auch ein großes Wasserbecken aus Beton war notwendig, um Quellwasser für die Beregnungsanlage aufzuspeichern. Dank der Unterstützung einheimischer Firmen war es möglich, rund um das Spielfeld eine Umrandung mit Bandenwerbung anzubringen.

1981
Die letzten Jahre waren für unseren Verein auf sportlichem Gebiet sehr erfolgreich, gab es doch zahlreiche Meisterschaften, vor allem im Jugendbereich zu verzeichnen. Eine Leistung jedoch verdient es, hier besonders herausgestellt zu werden, und zwar betrifft dies die Erringung der Meisterschaft in der Fußball-C-Klasse 1 Nürnberg/Fürth in der Saison 80/81 durch unsere 1. Mannschaft (Trainer Rudi Wehr).
Verbunden mit der Meisterschaft war der Aufstieg in die nächst höhere B-Klasse (heute Kreisklasse). Für einen Außenstehenden zwar keine große Besonderheit, für unseren Verein jedoch, in dessen Mittelpunkt damals besonders der Fußball stand, doch etwas ganz Bedeutendes. Gelang es doch nach sage und schreibe 30 Jahren vergeblichen Bemühens, endlich einmal die scheinbar unüberwindliche Hürde zu überspringen und das ersehnte Ziel, aus der untersten Spielklasse einmal herauszukommen, zu erreichen. Dementsprechend wurde dieses Ereignis im Verein auch gefeiert.

Ebenfalls von Erfolg gekrönt waren unsere jahrelangen Bemühungen auf Umkreisung der gesamten Fußball-Abteilung vom Kreis Nürnberg-Fürth in den Spielkreis Frankenhöhe /Ansbach.


1982
Am 1.August 1982 fand die Einweihung des umgebauten und mit einer herrlichen Rasendecke versehenen Hauptplatzes mit einem Spiel gegen den Landesligisten TSV Vestenbergsgreuth statt. Ein langes Kapitel mühevoller und aufwendiger Arbeit fand damit einen guten Abschluss und einen würdigen Rahmen.
Die Gesamtkosten für den Ausbau der Sportplatzanlage in den Jahren 1973 - 1982 betrugen rd. 510.000,- DM , davon Neubau 2.Platz 300.000,- DM (einschl. 210.000,- Sachleist.US-Army) Sanierung Hauptpl. 210.000,- DM.

 
Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln erhielt der Verein
    insges.     120.000,- DM
    davon BLSV München    27.000,- DM
    Bezirk Mittelfranken    9.000,- DM
    Landkreis Ansbach    14.000,- DM
    Gemeinde Dietenhofen    70.000,- DM

Die restlichen Kosten wurden durch langfristige Darlehen, Spenden, Eigenmittel und Eigenleistungen des Vereins beglichen.

Ohne die große Unterstützung öffentlicher Stellen, einheimische Firmen und Tatkraft vieler Mitglieder und Freunde, die immerhin 3.500 freiwillige Arbeitsstunden leisteten, wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. Dabei sind die enormen Leistungen der amerikanischen Pioniereinheit aus Fürth gar nicht hoch genug einzuschätzen und zu würdigen.
Ein besonderer Verdienst gebührt den eigentlichen Initiatoren und Verantwortlichen für den Sportplatzbau, nämlich Bürgermeister und Ehrenvorstand Georg Dietrich, Walter Fuhrmann, Max Vornehm und Ludwig. Ammon als Vorsitzende unseres Vereins während dieser Zeit sowie allen damaligen Vorstandsmitgliedern, die daran aktiv beteiligt waren.
Jüngstes Kind der Fußball-Abteilung wurde Mitte 1982 die neugebildete 3. Mannschaft mit ihrem Betreuer Günter Höfling.

1983
Die Mitglieder-Entwicklung zeigt weiterhin eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung. Ende des Jahres gehörten 463 Mitglieder davon 123 Jugendliche dem Verein an. Begrüßenswert ist, dass in letzter Zeit zahlreiche Damen und Mädchen nach sportlicher Betätigung suchen. So wurde im Laufe des Jahres Damenhandball als Hallensportart eingeführt. Jürgen Wimmer übernahm als Übungsleiter das Training in der Schulturnhalle. Außerdem bietet der Verein in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule seit längerer Zeit schon Aerobic-Kurse an.
Der Verein übernahm erstmalig den Betrieb des Festzeltes in Eigenregie anlässlich der Kirchweih in Dietenhofen. Fortsetzung auch in 1984.

1984
Höhepunkt des Jahres war das 75- jährige Vereinsjubiläum. Die Jubiläumstage fanden vom 29.06. -01.07.84 statt. Auf dem Programm standen ein Festkommers mit
Ehrungen im Festzelt, ein großer Unterhaltungsabend mit dem Oberkrainer Sextett, Festgottesdienst, Festzug durch den Ort und Abschlussveranstaltung im Zeit. Als auswärtige Gäste konnten wir u.a. zum Festwochenende eine Abordnung einschließlich Schülermannschaft von unseren Sportfreunden aus Grafenwörth/Österreich herzlich begrüßen.  Ein schönes Geschenk zum Jubiläum brachte die Fußball-Abteilung bzw. die 1. Mannschaft mit der Meisterschaft in der B-Klasse Petersberg (Trainer R. Eger) und dem erstmaligen Aufstieg in die A-Klasse  (heute Kreisliga) Frankenhöhe ein.

Ein umfangreiches Jubiläums-Sportprogramm mit zahlreichen Begegnungen für Fußball, Handball und Tischtennis erstreckte sich von März bis Ende Juli des Jahres. Höhepunkt war ein Fußballspiel unserer 1.Mannschaft mit der Spielvereinigung Fürth (damals Bayernliga).

Im Rahmen des Festkommers vom 29.06.84 wurden neben zahlreichen Ehrungen von langjährigen Mitgliedern auch neue Ehrenmitglieder ernannt und zwar
•  Croner, Adolf (großer Förderer im Verein)
•  Gmeiner, Eduard (Obmann /SV Grafenwörth)
•  Oswald, Ernst( Präsident / SV Grafenwörth)
•      Hörzinger, Franz ( Org. Leiter / SV Grafenwörth)

Die Mitgliederzahl stieg erstmals über die 500-er Grenze und erhöhte sich auf 520, davon 150 Jugendliche. Diese Zahlen verteilen sich derzeit auf die Sparten Fußball, Handball und Tischtennis.

Hauptsächlich wegen Überbelegung der Schulturnhalle sind dem Verein bei der Erweiterung des Sportangebotes Grenzen gesetzt. Daraus erklärt sich auch die Tatsache, dass das eigentliche Turnen bisher nicht wieder aufleben konnte.

Ein Jahrzehnt nach Gründung der Damenfußball-Mannschaft hat es gedauert, bis endlich auch eine Mädchenfußball-Mannschaft auf Initiative von Monika Scheiderer (Rogowski) und Gabi Ebert (Schuster) gebildet werden konnte.

1985
Fußball-Freundschafts-Begegnung in Flavignac/Frankreich einer kombinierten Herren-Mannschaft von Dietenhofen mit einer dortigen Junioren-Auswahl.

1986
In der Hauptversammlung des Vereins am 6.01.86 trat Ludwig Ammon vom Amt des 1. Vorsitzenden zurück, nachdem er 10 Jahre ununterbrochen in dieser
Funktion erfolgreich tätig. Als neuer 1. Vorsitzender wurde Helmut Bräuer gewählt.

1987 - 1988
Das starke Anwachsen der Fußball-Abteilung von 1959 bis Mitte der 80-er Jahre stieg die Zahl der Mannschaften von 4 auf 12 - brachte das große Problem mit sich, dass die vorhandenen Sportstätten nicht mehr für einen geregelten Spielbetrieb ausreichten. Sowohl ein dritter Platz und zusätzliche Umkleideräume als auch eine größere Turnhalle erwiesen sich als dringend erforderlich.
In Gesprächen mit der Gemeinde wurden schwerpunktmäßig ab 1987 Möglichkeiten erörtert, entsprechende Lösungen zu finden. Eine Erweiterung der bisherigen Anlage nach Westen hin scheiterte am Einspruch der Anlieger.

Daher kam vom Gemeinderat der Vorschlag zu einer großen Lösung, nämlich zur Schaffung eines „Gemeindlichen Sportzentrums“ an der Ansbacher Straße in Höhe von Haunoldshofen. Da gleichzeitig der Tennisclub Pläne zu einer Erweiterung seiner bisherigen Anlage an der Langenzenner Straße hatte, bot sich ein Standortwechsel mit dem Sportgelände an der Moosmühle an.

Nach zahlreichen Diskussionen, Befürwortung und Ablehnung, entschied sich der Gemeinderat im April 1988 für ein großes Sport-Zentrum mit 3 Sportplätzen und einer Dreifach-Sporthalle (Schätzkosten 8-9 Millionen)  am geplanten Standort. Die bisherige Anlage des Vereins wurde für die Schaffung eines Tennis-Zentrums einschließlich Tennishalle und Sporthotel ausersehen.

Durch die Standortverlagerung musste natürlich vom Verein auch der Bau eines neuen Sportheimes geplant werden, das bisherige, 1964 erbaute Heim stand zum Verkauf an den Tennisclub an.
Vereinbart wurde mit der Gemeinde die unentgeltliche Überlassung der bisherigen Platzanlage an der Moosmühle, dafür erhält der Verein das Vorrecht zur Nutzung des neuen Sportzentrums gegen eine angemessene jährliche Mietzahlung.

1989
Nach längerer Planungsphase erfolgte im Spätherbst 89 der Startschuss für das neue Sportzentrum in Dietenhofen. Als erste Maßnahme wurde zunächst mit dem Bau eines Allwetterplatzes (Größe 65x95 m) mit Beregnungsanlage und Flutlicht-Beleuchtung begonnen.

Unsere 1. Tischtennis-Mannschaft erreichte erstmals in der bisherigen Abteilungs-Geschichte den Aufstieg in die 2. Bezirksliga Mittelfrankens.

1990
Am Sportzentrum wurde mit dem Bau des A-Platzes (Größe 58x105 m) begonnen. Der Allwetterplatz konnte bereits im Sommer zum Spiel und Trainingsbetrieb freigegeben werden.

Zu neuen  Ehrenmitgliedern ernannt wurden auf Beschluss der Hauptversammlung vom 6. 01. 90 die langjährigen Mitglieder der Vorstandschaft Albert Ackermann (TT-Abt.L. 1953-65) und Johann Rauscher (Kassenwart 1954-77).
Mit einer Spielbegegnung gegen die Sportfreunde von Orlatal/Thüringen ließen unsere AH - Fußballer eine Freundschaft, die 1954 begann und durch die Teilung Deutschlands unterbrochen war, nach der Wende wieder aufleben.
Auch ein Freundschaftsspiel unserer Damenfußball-Mannschaft fand bei uns hier gegen eine Mannschaft aus Erfurt/Thüringen, kurz nach der Wende statt.
Ein herausragendes Ereignis war für unsere Damen die Teilnahme an einem internationalen Dreikönigsturnier mit 20 Mannschaften in Wien (Stadthalle), bei dem sie ganz gut mithalten konnten.

1991
Im Herbst 91 war Baubeginn für die  Ballsporthalle. Zeitgleich dazu begannen die Erdarbeiten zum Bau des 3.  Platzes (Größe 60x90 m).  Erneute Übernahme des Festzeltbetriebes anlässlich der Kirchweih (auch für Folgejahre geplant).
Die 1. Fußball-Mannschaft mit Trainer Bartl konnte den Wiederaufstieg in die Kreisliga schaffen, nachdem der erstmalige Aufstieg 1984 nur von kurzer Dauer war.

1992
Mitte des Jahres war Baubeginn für das neue vereinseigene Sportheim (mit Gaststätte und Wohnung ). Die Arbeiten, vorwiegend in Eigenleistung erbracht, gingen zügig voran, sodass der Rohbau bis zum Jahresende schon stand.

Zum 6. Januar´92 gab es einen Vorstandswechsel. Neu gewählt zum 1. Vorsitzenden wurde Ernst Zeller, nachdem Helmut Bräuer nicht mehr kandidierte. Er führte den Verein 6 Jahre lang von 1986 - 1991 und war maßgeblich beteiligt an der Planung und Schaffung des neuen Sportzentrums.
Auch einen Pächterwechsel zum 1.01.92 gab es noch im alten Sportheim, nachdem die Familie Fritz und Annemarie Gruber aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Sie haben 15 Jahre lang (1976 - 1991) die Gaststätte hervorragend geführt. Neuer Pächter wurde die Familie Paul und Annemarie Hertlein aus Herpersdorf.

1993
Die Innenausbau-Arbeiten am neuen Sportheim gingen glatt vonstatten, sodass bereits im November des Jahres die Eröffnung der Gaststätte erfolgen konnte.

In der 2.Jahreshälfte 1993 erfolgte die Umsiedlung des gesamten Fußballbetriebes einschließlich Sportheim in das neugeschaffene Sportzentrum an der Ansbacher-Straße, nachdem 2 Sportplätze und die Umkleideräume für die Außenanlagen bereits zur Verfügung standen.


1994
Am 29.06.1994 verstarb unser Ehrenvorsitzender Georg Dietrich nach schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren. Er war von 1955 - 1967 1. Vorsitzender und von 1968 – 1969 sowie nochmals von 1976 – 1977, 2. Vorsitzender, insgesamt 18 Jahre also als Vorstand tätig. In dieser Zeit erwarb er sich große Verdienste um die Schaffung eines neuen Sportgeländes an der Moosmühle und um den Bau unseres Sportheimes auf dem dortigen Areal. Sein berufliches Wirken, seine Tatkraft und Weitsicht sowie auch seine guten Verbindungen als 1. Bürgermeister kamen ihm und damit auch dem Verein sehr zugute.
Die offizielle Einweihung des neuen Sportheimes erfolgte im Juni 1994, nachdem auch der Ausbau der Pächter-Wohnung vollendet werden konnte.


Im Februar´94 fand die Einweihung der Ballsporthalle mit einem sportlichen Rahmenprogramm statt.
Dazu eine kleine Anektode zum Schmunzeln. Auf dem Programm nachmittags standen auch Vorführungen der Rhönradsportler vom TSV Ansbach. Als diese vormittags ihre Röhnräder in die Halle bringen wollten, erwies sich das Eingangstor als zu schmal. Sie konnten die Räder drehen und wenden wie sie wollten, es ging nichts. Ratlosigkeit auf allen Seiten, an so was hatte wohl niemand gedacht. Bauhofleiter Reiß hatte dann die zündende Idee, einfach am anderen Ende der Halle im Geräteschuppen ein kleines Holztor auszubrechen und eine größere Öffnung provisorisch zu schaffen. Gesagt, getan, auch am Sonntagvormittag, so war also die Vorführung rechtzeitig noch gerettet für den Nachmittag.

Die Einweihung des neugebauten A - Platzes erfolgte im Juli 94.
Als Höhepunkt fand ein Fußballspiel gegen die SpVgg Fürth statt.
Die zum Sportheim-Neubau benötigte Grundfläche wurde dem Verein von der Gemeinde in Erbpacht zur Verfügung gestellt.
Nach Fertigstellung der neuen Ballsporthalle verlegten unsere bisherigen Sparten Handball und Tischtennis ihren gesamten Spielbetrieb von der Schulturnhalle ins neue Sportzentrum. Bedingt durch das erweiterte Hallenangebot konnten sich im Verein neue Abteilungen wie Volleyball,  Basketball  und Badminton gründen und den Trainingsbetrieb aufnehmen.
Herausragende sportliche Erfolge konnte unsere Fußball-Abteilung in 1994 aufweisen. So gelang der 1. Mannschaft unter Trainer Dietmar Mackeldey die Meisterschaft in der Kreisliga (A-Kl.) und der erstmalige Aufstieg  in die Bezirksliga Süd /Mittelfranken für die Saison 1994/95.
Auch der Damen-Mannschaft gelang nach einem Durchmarsch in der A-Klasse West der Aufstieg in die Bezirksliga (von 1979-1991 dort bereits vertreten).

Leider musste unsere 3. Fußball-Mannschaft, seit 1982 aktiv an den Punkterunden beteiligt, wegen Spielermangels aufgelöst werden.

1995
Unser langjähriger Schriftführer Albert Pfeifer erhielt am 11.07.1995 durch Landrat Schreiber das „Ehrenzeichen der Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern“ verliehen.

Mitte des Jahres wurde das Sportangebot durch Gründung einer Aerobic-Abteilung erweitert. Die Leitung übernahm Birgit Karg, erste Übungsleiterin war Gabriela Wagner. Die Zahl der Aktiven stieg auf 40 Damen an.

Die Mitgliederentwicklung im Verein ging seit Schaffung des Sportzentrums erwartungsgemäß steil nach oben. So ergibt sich zu Beginn des Jahres 1995 eine Zahl von 900 Mitgliedern, davon 323 Jugendliche.

1996
Unsere Fußball-Damenmannschaft machte erneut einen Sprung nach vorne durch den Gewinn der Meisterschaft in der Bezirksliga und den erstmaligen Aufstieg  in die Verbandsliga (Landesliga) Nordbayern. Es war dies das bisher erfolgreichste Jahr in der Geschichte des Frauenfußballs in Dietenhofen. Verantwortliche Trainer waren Heinz Zick und Reinhold Wimmer.
Nach zweijährigem Bestehen der Basketball-Abteilung kam es leider zur Auflösung dieser Sparte, nachdem die Trainingsbegeisterung immer mehr nachließ.

Die 1. Fußball-Mannschaft musste nach 2-jähriger Zugehörigkeit zur Bezirksliga in die Relegation und dann nach 3 hartumkämpften Entscheidungsspielen doch wieder in die Kreisliga absteigen.

1997
Das sportliche Angebot im Sportzentrum wurde 1997 um ein Quarzsand-Spielfeld (Größe 12 x 27 m) erweitert, um Gelegenheit für Beach-Volleyball und Beach-Handball unseren Sportlern zu bieten. Die Gemeinde finanzierte den Bau, der Verein die Beschaffung der Gerätschaften. Gerade in den Sommermonaten ist hier für die zahlreichen Hallensportler eine willkommene Abwechslung geboten.

Bei der Mitgliederzahl wurde erstmalig die Tausender-Grenze überschritten.
Der Anteil der Jugendlichen liegt bei 392.

Mitte des Jahres gab es einen Pächterwechsel für unsere Sportheim - Gaststätte.
Leider musste das bisherige Pächter-Ehepaar Annemarie und Paul Hertlein aus privaten Gründen aufgeben, nachdem sie fast 6 Jahre das Lokal bestens geführt hatten. Mit dem Ehepaar Anita und Erich Wimmer bekamen wir zum 1.08.97 einen
geeigneten Ersatz.

Neugegründet wurde im Frühjahr 1997 eine Sport- und Spielgruppe für Eltern/Kinder auf Eigeninitiative von Sabine und Rainer Störzenhofecker. Grundgedanke war, vor allem den Kindern von 4 - 6 Jahren eine Möglichkeit zu bieten, sich Sportart übergreifend auf freiwilliger Basis zu betätigen.

1998
Anlässlich der Hauptversammlung vom 6.01.98 gab es einen Vorstandswechsel. Neugewählt zum 1. Vorsitzenden wurde Dieter Kraft. Er übernahm das Amt von Ernst Zeller, der den Vorsitz von 1992 - 1997 inne hatte und wegen beruflicher Veränderung nicht mehr kandidierte. Ernst Zeller hatte von Beginn an eine schwierige und zeitaufwendige Aufgabe zu bewältigen, ging es doch hauptsächlich um die Abwicklung unseres Sportheim-Neubaues. Er hat sich dabei besondere Verdienste erworben.

Ein großes Ereignis in 1998 war das 50-jährige Bestehen unserer Fußball-Abteilung. Mit einem Festabend, einem Sportwochenende und zahlreichen Ehrungen wurde das Jubiläum entsprechend gefeiert. Zu Gast hatten wir übrigens als Spieler der Gründermannschaft unseren Walter Semsch aus Kanada und Roy Codere aus den USA, der 1953/54 als US-Soldat beim Sportplatzbau eingesetzt war.

1999
Die Tischtennis-Abteilung konnte in diesem Jahr ebenfalls ihr 50-jähriqes Bestehen feiern. Aus diesem Anlass veranstaltete sie ein Jubiläums-Turnier mit befreundeten Vereinen und daran anschließend einen Festabend mit Ehrungen.

Dazu passte in diesem Jubiläumsjahr ganz besonders das erfolgreiche Abschneiden der Jugendmannschaft. Sie wurde Kreispokalsieger Ansbach und Mittelfränkischer Bezirkspokal-Sieger auf Kreisebene. Dazu kam noch der direkte Aufstieg in die Bezirksliga.
Auch die Damenfußball-Abteilung konnte Jubiläum feiern und zwar das 25 -jährige Bestehen. Veranstaltet wurde ein Turnier mit auswärtigen Mannschaften, außerdem gab es ein Zusammentreffen mit der Gründungsmannschaft von 1974.

Getrübt wurde das Jubiläumsjahr etwas durch den Abstieg der Damen-Mannschaft aus der Verbandsliga nach 3 -jähriger Zugehörigkeit.

2000
Ein besonderes Ereignis war das 25-jährige Bestehen der Handball - Abteilung. Mit einem Veranstaltungs-Wochenende Ende September und einem Ehrungsabend wurde für sportliche und gesellige Unterhaltung gesorgt. Den größten sportlichen Erfolg in der bisherigen Abteilungs-Geschichte erzielte die weibliche A - Jugend-Mannschaft (Trainer Ed. Rodrigues) mit dem Aufstieg  in die Bayernliga. Leider dauerte dieses Intermezzo nur eine Saison.

Ein sportliches Großereignis fand im Juli 2000 in unserer Ballsporthalle statt. Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung unserer Tischtennis-Abteilung gelang ihr die Ausrichtung eines Qualifikations-Turniers zum DONIC-Cup 2000 zu erhalten. Für alle Tischtennisfreunde aus ganz Mittelfranken wurde ein hochgradiges Teilnehmerfeld geboten. Neben der deutschen Nationalmannschaft mit Timo Boll, Jörg Roßkopf, Torben Wosik und Peter Franz konnten wir mit Petr Korbel und Lucjan Blaszyk auch zwei europäische Spitzenspieler in Dietenhofen begrüßen. Die Akteure boten 2-1/2 Stunden lang eine gelungene Mischung aus hochklassigem Tischtennissport, verbunden mit viel Show. Selbst das Bayerische Fernsehen war zu Gast bei dieser Veranstaltung und brachte einen Kurzbericht in seiner Sportsendung.

Zu neuen Ehrenmitgliedern des Vereins wurden in der Hauptversammlung vom 6.01.2000 folgende langjährigen Vorstandsmitglieder ernannt: Ludwig Ammon
(1.2. Vors. 1970-85, außerdem 12 J. Beisitzer) Albert Pfeifer (Schriftf. 1953-99)

2001
Mit der Bildung einer Radler-Gruppe unter Leitung von Liesl und Rudi Tauber wurde das Angebot für Freizeitsportler erweitert. In den Monaten Mai - September finden jeweils Montagabends gemeinsame Radtouren in die nähere Umgebung statt. Auch eine jährliche, mehrtägige größere Tour ist als fester Bestandteil des Programms eingeplant.
Die Mitglieder-Entwicklung hat sich positiv fortgesetzt. Mit 1.250 Mitgliedern einschließlich 463 Jugendlichen wurde Ende des Jahres die bisher höchste Mitgliederzahl des Vereins erreicht.

2002
Die Fußball-Abteilung des Vereins erhielt als besondere Auszeichnung für hervorragende Breitenarbeit in den vergangenen Jahren die Silberne Raute des Bayerischen Fußball-Verbandes verliehen.

Der im Jahre 1990 auf dem Sportgelände geschaffene Hartplatz wurde im Zusammenwirken mit der Gemeinde zu einem 3. Rasenplatz umgebaut, weil die Verletzungsgefahr für die Spieler auf dem vorhandenen rauen Belag sehr groß geworden war und die Nutzung daher immer mehr zurückging. An den Umbaukosten von 60.000,- Euro beteiligten sich Gemeinde und Verein je zur Hälfte.

Unsere seit 1994 bestehende Badminton-Abteilung löste sich leider Mitte des Jahres wieder vollständig auf, nicht zuletzt wegen mangelnder Jugendarbeit.

Auch die Volleyball-Abteilung hatte große Probleme im Bereich Erwachsene und musste sowohl die Herren- als auch die Damen-Mannschaft vom Spielbetrieb zurückziehen. Nachdem sich die Jugendarbeit in der Abteilung sehr positiv entwickelt hat, besteht Hoffnung auf baldigen Neuaufbau bei den Damen.

Verstorben ist am 15.08.2002 im Alter von 79 Jahren unser Ehrenmitglied
Adolf Croner. Er gehörte dem Verein über 50 Jahre an und er war als Bauunternehmer und langjähriger 2. Bürgermeister einer unserer größten Förderer und maßgeblich mit an der Planung unseres Sportzentrums beteiligt. Sein großes Herz galt vor allem dem Fußball, wobei er für die Ausstattung der Mannschaften mit Sportkleidung etc. sehr viel übrig hatte. Seit mehr als 25 Jahren schon ziert der Name „Croner“ als Werbeaufschrift die Trikots unserer Herren- und Frauen-Mannschaften, nicht zu vergessen auch die Bandenwerbung der Firma von Beginn an am Sportplatz. Jahrzehntelang standen die Kleinbusse der Firma Croner für Auswärtsfahrten unserer Fußball-Jugendmannschaften an Wochenenden kostenlos zur Verfügung.

2003
Das neugeschaffene Rasen-Spielfeld (B-Platz) konnte im Sommer planmäßig für den Spielbetrieb freigegeben werden.

Für hervorragende Arbeit im Jugendfußball in den letzten Jahren erhielt der Verein die “Sepp Herberger - Urkunde“ verliehen.

Für mehr als 40-jährige aktive Tätigkeit in der Vorstandschaft des Vereins erhielt am 06.01.2003 Albert Pfeifer die „Verdienstnadel in Gold mit Brillanten“ des Bayerischen Landes-Sportverbandes überreicht.

Erneut gab es Mitte des Jahres einen Pächterwechsel in unserem Sportheim. Das bisherige Pächter-Ehepaar Fritz und Anita Wimmer kündigten den Vertrag zum 31.07. 03 aus persönlichen Gründen. Sie haben die Sportheim - Gaststätte seit 1997, also genau 6 Jahre zur vollsten Zufriedenheit geführt. Mit der neuen Betreiberin Sabine Störzenhofecker wurde der Übergang zum 1.08.03 nahtlos vollzogen. In diesem Zusammenhang wurde der seit 1965 mit der Tucher - Bräu Nürnberg vereinbarte Liefervertrag des Vereins für die Sportheim-Gaststätte aufgekündigt. Neuer Getränkelieferant wurde die Brauerei Hauff /Lichtenau bzw. der Getränke-Vertrieb Karras.

Neu in den Breitensport aufgenommen wurde Nordic-Walking unter Leitung von Stefanie Limbacher.
Während des Jahres 2003 kam es zur Gründung einer Leichtathletik - Abteilung unter der sportlichen Leitung von Horst Spiegl, der seit kurzem als Lehrkraft an unserer Schule tätig ist. Zielsetzung soll sein, begabte Jugendliche besonders zu fördern.

2004
Bei den Neuwahlen anlässlich der Hauptversammlung vom 6.01 .04 wurde Wolfgang Rogowski zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er trat an die Stelle von Dieter Kraft, der den Verein von 1998 - 2003 erfolgreich führte und auf eine Wiederwahl verzichtete.

Herausragende sportliche Leistungen waren in, 2004 die Doppelmeisterschaft unserer 1. und 2. Fußball-Mannschaft mit Trainer Norbert Glintschert, verbunden mit dem Aufstieg in die Kreisliga Frankenhöhe (nach 6 - jähriger Abwesenheit).

Eine erfreuliche Entwicklung hatte die Leichtathletik-Abteilung unter der sportlichen Leitung von Horst Spiegl zu verzeichnen. Zahlreiche Platzierungen unserer Aktiven in der Bezirks-Bestenliste wurden erreicht. Die Leitung der Abteilung übernahm Ingrid Höfling. Außerdem wurde eine Kindergruppe gebildet, die derzeit aus 26 Kindern zwischen 3 und 11 Jahren besteht.

2005
Für langjährige erfolgreiche Jugendarbeit im Bereich Mädchen-Fußball erhielt der Verein die „Sepp Herberger -Urkunde“ verliehen.
Auf Initiative von Horst Zimmermann wurde die Sportpalette um Karate erweitert. Zunächst fanden sich 27 Jugendliche und Kinder zum Training ein. Für Erwachsene soll ebenfalls eine Gruppe gebildet werden, sobald sich eine passende Trainingsmöglichkeit ergibt.
Die Planung für den Bau einer überdachten Zuschauer-Tribüne auf der Westseite des A-Platzes nimmt konkrete Formen an. Es sollen 150 Sitzplätze geschaffen werden, die geschätzten Kosten dürften ca. 50.000,- Euro betragen.

Durch die unzureichenden Trainingsbedingungen auf unserem Schulsportplatz müssen unsere Leichtathleten ständig nach Ansbach oder Fürth zum Training fahren, was stets mit großen Schwierigkeiten und Gefahren auf dem Weg dorthin verbunden ist. Deshalb kam die dringende Forderung nach einer eigenen Leichtathletik-Anlage mit 400 m Rundbahn auf dem bestehenden A -Platz im Gemeindlichen Sportzentrum. Die Kosten der Anlage werden auf 300.000,- Euro veranschlagt. Nachdem die Gemeinde Dietenhofen eine Zusage für eine finanzielle Beteiligung bis maximal 150.000,- Euro gab und weitere Zuschüsse vom BLSV und Landkreis sowie Spenden und Eigenleistungen zu erwarten seien, sah der Verein grünes Licht für dieses Vorhaben. In der Jahreshauptversammlung vom 6.01.06 gab es volle Zustimmung von den anwesenden Mitgliedern für die Durchführung dieses Projekts.

Unsere Frauenfußball-Abteilung konnte aufgrund zahlreicher Neuzugänge (Heilsbronn u. eigener Nachwuchs) zur neuen Saison 2005/06 erstmalig in ihrer bisherigen Geschichte eine 2. Mannschaft für den Punktspielbetrieb melden.

2006
Ein besonders erfolgreiches Jahr für unsere Leichtathletik-Abteilung. Die Zahl der Aktiven stieg auf 85, davon 60 Kinder.
Zahlreiche hochwertige Erfolge wurden erzielt, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.
Unser Spitzensportler Horst Spiegl errang bei den Hallenweltmeisterschaften in Linz/Österreich in der Altersklasse  M 40 die Silbermedaille im Fünfkampf. Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren war er in seiner Altersklasse der erfolgreichste Athlet aus der Region und gewann die Meisterschaft über 100 m Hürden und den Stabhochsprung.

Auch die Karate-Abteilung machte Fortschritte. Die Zahl der Aktiven stieg auf 31. Das Training für Kinder fand in der Ballsporthalle, das für Erwachsene und Jugendliche aus Platzgründen in einem Raum bei der Firma Benker statt.

Unsere neugebildete Volleyball-Damen Mannschaft wurde im Spieljahr 2005/06 Meister ihrer Gruppe und Aufsteiger in die Kreisliga.
Im Fußball-Jugendbereich waren sowohl die U 17 Mädchen als auch die männliche A-Jugend recht erfolgreich und wurden Meister ihrer Gruppe.
Unsere 2. Frauen - Mannschaft im Fußball schaffte nach einem Jahr Spielbetrieb in der Kreisliga über 2 Relegationsspiele überraschend den Aufstieg in die Bezirksliga.

Weniger vom Glück begünstigt war unsere 1. Herren-Fußball-Mannschaft unter Spielertrainer R. Schuh. Nach zweijähriger Zugehörigkeit zur Kreisliga wurde der Klassenverbleib nur ganz knapp verfehlt.

Mit dem Bau unserer neuen Leichtathletik-Anlage und Zuschauertribüne wurde nach Überwindung zahlreicher bürokratischer Hürden im Oktober 2006 begonnen. Dank des günstigen Wetters konnten die Arbeiten weitgehend vorangetrieben werden. Die restlichen Arbeiten sollen im Frühjahr 2007 durchgeführt werden. Die bisherigen Baukosten beliefen sich auf rd. 220.000 Euro.

Im Alter von 64 Jahren verstarb am 12.12.06 unser langjähriges Vorstandsmitglied Walter Fuhrmann. Er gehörte der Vorstandschaft des Vereins insgesamt 28 Jahre an, davon 4 Jahre als 1. Vorsitzender, 8 Jahre als 2. Vorsitzender und weitere 16 Jahre als Beisitzer. Als Baufachmann erwarb er sich besondere Verdienste um den Sportplatz- und Sportheimbau.

Der Mitgliederstand  zum 30.12.06 beträgt insgesamt 1.143, der Anteil von Jugendlichen allein beträgt 451 (39,5%).

2007
Die Mitglieder-Entwicklung zeigte eine weitere Aufwärtsentwicklung, neuer Stand beträgt 1.203. Hauptsächlich Steigerung bei Jugendlichen und Kindern in verschiedenen Abteilungen wie Fußball und Leichtathletik.

Im Rahmen eines großen Sportfestes am 24. Juni 2007 konnte die neugebaute Leichtathletik-Anlage am A-Platz (mit 400 Meter Rundlaufbahn, Hochsprung-, Stabhochsprung-, Weitsprung- und Wurfanlagen  ihrer Bestimmung übergeben werden.
Zeitlich passte dazu die Fertigstellung der neuen Zuschauer-Tribüne vor dem Hauptplatz mit insgesamt 150 Sitzplätzen.
Die vorliegende Kostenübersicht zeigt zum Jahresende 2007 (ohne eigene Arb.-Leistungen) Gesamtkosten in Höhe von 360.000 € davon 50.000 € für die Zuschauertribüne. Außerdem kommen noch Beschaffungskosten für neue Sportgeräte hinzu, die rd. 20.000 € ausmachen.
Für die vom BLSV München zur Finanzierung unseres Bauvorhabens zugesagten Staatsmittel in Höhe von ca. 105.000 € besteht bis zur Auszahlung eine Wartezeit von mehreren Jahren, weshalb der Verein zwischenzeitlich ein Fremddarlehen in Anspruch nehmen musste.

Auf sportlichem Gebiet haben sich im Laufe des Jahres 2007 wiederum zahlreiche herausragende Leistungen unserer Sportler ergeben.
So konnte unsere 1. Fußball-Frauenmannschaft die Meisterschaft in der Bezirksoberliga Mittelfranken erzielen und den Wiederaufstieg in die Landesliga Nord (nach 1996) schaffen.
Auch unserer 1. Fußball – Herrenmannschaft gelang als Tabellenzweiter nach einem Relegationsspiel der Wiederaufstieg in die Kreisliga Frankenhöhe.

Die Tischtennis- Abteilung konnte 2 Meisterschaften und damit die Aufstiege ihrer 1. Herren- und 1. Jugend- Mannschaft in die 3. Bezirksliga feiern.

Sehr erfolgreich war wiederum unsere Leichtathletik- Abteilung. Gerald Stürzenhofecker sprintete mit erzielten 10,68 sec.  bei unserer Bahneinweihung im 100m Lauf in die Bayerische Spitze und war Teilnehmer bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt. Kaum geringer war der Erfolg unserer 4 x 100 m- Staffel mit Thomas Haag, Phil. Galewski, Alex. Thamm, G. Stürzenhofecker und Seb. Geyer bei der Deutschen Junioren- Meisterschaft in Hannover. Platz 13 war noch ein gutes Resultat bei diesem Feld. Bei den Bayerischen Jun. Meisterschaften jubelten sie über die Bronzemedaille. (3. Platz).

Auch bei den Senioren sorgten die Vertreter unseres Vereins für überregional
herausragende Ergebnisse. Susanne Kraus sicherte sich in ihrer Altersklasse
(W 30) 1 Silber- und 2 Bronze- Medaillen (2. Platz Stabhoch / Halle, 3. Platz 200m Halle, 
3. Platz Stabhoch / Stadion) Horst Spiegl konnte 3 Silbermedaillen bei den Deutschen Meisterschaften (M 40) erringen.
Zusammen mit Uwe Baßler nahm Spiegl an den Weltmeisterschaften für Senioren in Riccione / Italien teil. Im Zehnkampf erreichte Spiegl (M 40) einen beachtlichen 6. Platz.
Unsere Nachwuchs- Sprintstaffel aus der B- Jugend mit Christiansen, Titiz, A. Geyer und Stamminger erreichte den 1. Platz bei den Mittelfränkischen Bezirks- Meisterschaften.

2008
In der Jahreshauptversammlung vom 06.01.08 wurde eine kräftige  Anhebung der Mitgliedsbeiträge, wirksam ab Januar 2008, beschlossen ( Erwachsene = 72,-, Jugendlichen + Kinder = 36,-, Familien Beitrag = 110,-- € ), Die letzte Erhöhung fand im Jahre 2000 statt, zwischenzeitlich sind die Kosten des Sportbetriebes jedoch erheblich angestiegen, vor allem Verbandsabgaben und Unterhaltungskosten für Sportanlagen. In diesem Zusammenhang dürfte die Entwicklung der Jahresbeiträge für Erwachsene seit 1947 ganz interessant sein:
    1947    =     6,-  Mark    1982    =    48,- DM
    1960    =     7,-  DM        1989    =    60,- DM
    1964    =    12,- DM        1994    =    75,- DM
    1969    =    16,- DM        2000    =    90,- DM
    1972    =    20,- DM        2002    =    46,- Euro
    1974    =    30,- DM        2008     =    72,- Euro

Der Zeltbetrieb anlässlich der Dietenhofener Kirchweih wurde mittlerweile vom Verein von 1991 bis 2008 ununterbrochen, d.h. 18 Jahre lang abgewickelt. Nimmt man die 2 Jahre von 1983 – 1984 noch hinzu, so sind insgesamt 20 Jahre daraus geworden. Es ist bewundernswert, dass sich Jahr für Jahr eine Schar von ca. 150 freiwilliger Helfer für die Aufgaben zur Verfügung stellt, das gilt sowohl für den Zeltaufbau u.- Abbau, als auch für die Bewirtung selbst. Die ersten 4 Jahre wurde der Küchenbetrieb an Firma Schächtner vergeben, die übrigen 16 Jahre übernahm es der Verein selbst in Eigenregie und zur vollsten Zufriedenheit.
Kurz vor Jahresende bekam unser Verein nach 2002 erneut die “Silberne Raute“ des Bayer. Fußballverbandes für hervorragende Breitenarbeit auf dem Gebiet des Sportes für 2008 verliehen.

Auf sportlichem Gebiet gab es bei regen Spielbetrieb Höhen und Tiefen zu verzeichnen. Besonders erfreulich war die Entwicklung im Frauenfußball, wobei die 1. Mannschaft in der Landesliga Nord den Herbstmeister-Titel errang, die 2. Mannschaft den Wiederaufstieg in die Bezirksliga schaffte und beide Mädchenmannschaften U 15 und U 17 Meister ihrer KF-Gruppen wurden.
Die 1. Fußball-Herrenmannschaft  musste im Spieljahr 2007/2008 aus der Kreisliga wieder absteigen, weil der Substanzverlust zu groß war. Hier steht ein völliger Neuaufbau mit jungen Talenten an.
In der Leichtathletik erreichte Horst Spiegl in der Bayerischen Bestenliste den 1. Platz im Zehnkampf Altersklasse 40. Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren in Erfurt gewann Spiegl ebenfalls in seiner Altersklasse den 1. Platz im Stabhochsprung mit 4,10 Metern. Im Nachwuchsbereich gab es erfreulicherweise auch einige herausragende Leistungen.
Unser Sprinter-As Gerald Stürzenhofecker wurde im Frühjahr zur Bundeswehr eingezogen und konnte deshalb weniger Wettkämpfe bestreiten. Durch die Versetzung in die Sportkompanie Bischofswiesen bekam er die Chance, als Anschieber für den Viererbob des Deutschen Juniorenteams eingesetzt zu werden.
Die Mitglieder Entwicklung im Jahre 2008 zeigt gegenüber den Vorjahreswerten einen leichten Rückgang, was nicht zuletzt auch auf die spürbare, längst fällige, Beitragserhöhung zu Beginn des Jahres zurückzuführen ist.

2009
Für das Jahrhundert-Jubiläums-Jahr sind zahlreiche sportliche und gesellschaftliche Veranstaltungen vorgesehen. Höhepunkte sind der Festabend (9. Mai) und das Festwochenende mit Festumzug ( 19. - 21. Juni). Die sportlichen Veranstaltungen erstrecken sich auf das ganze Jahr.

Unsere bisherigen Pächter der Sportheim-Gaststätte:
Jan.    1965 – Aug. 1976    Alfred und Margarete Ammon ( 11 Jahre )
Sept.    1976 – Dez. 1991    Fritz und Annemarie Gruber ( 15 Jahre )
Jan.    1992 – Juli 1998    Paul und Annemarie Hertlein ( 6 Jahre )
Aug.    1998 – Juli 2003    Erich und Anita Wimmer ( 5 Jahre )
Aug.    2003 – März 2009    Sabine Störzenhofecker ( 5,5 Jahre )

Ab April 2009 übernimmt Familie Hornung aus Feucht, die bisher bereits in dem Geschäft tätig war, neu als Pächter unsere Gaststätte mit Wohnung.
Wir bedauern das Ausscheiden von Sabine und Martin sehr, bedanken uns für die hervorragende Bewirtschaftung in den vergangenen Jahren und wünschen Ihnen alles Gute für Ihre künftige berufliche Tätigkeit.

Unsere Leichtathleten haben zu Beginn des neuen Jahres schon wieder aufhorchen lassen. Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften für Senioren in Düsseldorf Ende Februar holten Sie zweimal Gold und einmal Bronze. Horst Spiegl gewann den Wettbewerb der M 40 im Stabhochsprung und unser Neuzugang aus Fürth, Gene Allen errang Platz 1 im Weitsprung sowie Platz 3 im 60 m Sprint. Herzliche Glückwünsche!

Letzte Erfolgsmeldung:
Bei der Hallen-Europameisterschaft der Leichtathletik-Senioren Ende März 2009 in Ancona/Italien waren unsere beiden Teilnehmer Horst Spiegl und Uwe Basler (2.872 Sportler aus 38 Nationen in 19 Disziplinen) erneut sehr erfolgreich. Im Stabhochsprung holte H. Spiegl in der Altersklasse M40 die Bronzemedaille (3.Platz), im Fünfkampf kam er mit 3.290 Punkten auf Platz 7, es fehlten nur 149 Punkte zum Siegerpodest. Auch Uwe Baßler hielt sich in seiner Klasse M35 recht gut, er erreichte im Fünfkampf Platz 13 mit 2.334 Punkten.

Herzlichen Glückwunsch !


Führt man sich die 100-jährige bewegte Geschichte des Vereins am Ende nochmals vor Augen, wird manches Ereignis aus der Vergangenheit ins Bewußtsein rücken und manch schöne Erinnerung wachgerufen.
Zugleich wird man feststellen müssen, dass der Verein stets bemüht war, seinen Aufgaben, sportliche Aktivitäten zu entwickeln und zu pflegen, gerecht zu werden. Damit waren große Anstrengungen und Mühen verbunden, die entsprechenden Möglichkeiten zu schaffen. Die große Unterstützung und gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dietenhofen, vor allem auf dem Gebiet des Sportstättenbaues, trug natürlich wesentlich zum erfolgreichen Gelingen bei. Grund genug also, stolz zu sein auf die Entwicklung des Vereins in seiner langen Geschichte und auf all das Geschaffene.
Das bedeutet aber auch gleichzeitig eine Verpflichtung für unsere Jugend, sich nicht auf den vorhandenen Lorbeeren auszuruhen, sondern den Verein weiterhin in seinen Aufgaben zu unterstützen und erfolgreich in die Zukunft zu führen.